Vor jedem Umzug, oder wie man hier oft sagt, vor dem Zügeln, taucht dieselbe Frage auf: Was kommt mit, und was bleibt zurück? Wer sie erst beim Packen beantwortet, packt oft Dinge ein, die im neuen Zuhause nie gebraucht werden. Das kostet Zeit, Kartons und Kraft und macht das Auspacken mühsamer. Viel besser ist es, schon vor dem ersten Karton auszusortieren. Dann beginnt man mit einem leichteren Haushalt.
Am besten geht man Raum für Raum vor, damit es nicht überwältigend wird. Man beginnt mit dem Raum, der am wenigsten benutzt wird, etwa dem Estrich oder dem Keller. Dort liegt meist am meisten, was seit langem niemand mehr in der Hand hatte. Jeder Gegenstand wird einzeln angeschaut und einer von drei Gruppen zugeordnet. So kommt man auch bei grossen Mengen gut voran.
Drei Gruppen bilden
Die erste Gruppe umfasst alles, was sicher mitkommt und regelmässig gebraucht wird. Die zweite enthält Dinge, die verschenkt oder verkauft werden können, weil sie gut erhalten sind. In die dritte Gruppe kommt, was defekt oder unbrauchbar ist und entsorgt wird. Wer unsicher ist, legt ein Stück vorerst beiseite und entscheidet später. Meist fällt die Antwort nach einiger Zeit leichter.
Für die zweite Gruppe lohnt es sich, gleich einen Ort zu bestimmen, an dem die Dinge gesammelt werden. So verteilen sie sich nicht im ganzen Haus und werden nicht doch wieder eingepackt. Wer Freunde oder Nachbarn fragt, findet für vieles schnell einen neuen Besitzer. Kleidung, Bücher und Küchengeräte sind meist gefragt. Was bis zum Umzug nicht vergeben ist, wird zur Sammelstelle gebracht.
Auch Papiere und Unterlagen werden vor dem Packen durchgesehen. Was nicht mehr benötigt wird, kommt in den Papierkorb, und alles Wichtige in einen einzigen Ordner. Dieser Ordner reist nicht im Umzugswagen, sondern bleibt bei dir. So geht nichts verloren, und im neuen Zuhause hast du sofort alles zur Hand. Digitale Kopien sind dabei eine gute Ergänzung.
Wer sich Zeit nimmt, spürt bald, wie sich der Haushalt verkleinert und der Kopf freier wird. Am Umzugstag sind weniger Kartons zu tragen, und die Räume im neuen Zuhause bleiben aufgeräumt. Jedes Stück, das mitkommt, hat einen Grund und einen Platz. Das Aussortieren ist damit kein Verlust, sondern ein guter Start. Der neue Anfang beginnt schon im alten Zuhause.