Der Tisch im Wohnzimmer ist die Fläche, auf der sich im Laufe des Tages am meisten ansammelt. Tassen, Fernbedienungen, Post, Zeitschriften und Spielzeug landen dort ganz von allein. Am Abend sieht die Platte dann aus wie ein kleiner Marktstand, auf dem nichts mehr zusammenpasst. Ein leerer Tisch dagegen lässt den ganzen Raum ruhiger und größer wirken. Schon dieser Unterschied macht den Feierabend angenehmer.
Eine kurze Runde vor dem Schlafengehen reicht aus, um das zu erreichen. Tassen und Gläser kommen in die Küche, Papier wandert an seinen Platz, und Spielsachen werden in die Kiste gelegt. Danach wird die Platte einmal mit einem feuchten Tuch abgewischt. Wenn alle mithelfen, ist die Aufgabe in wenigen Augenblicken erledigt. Es lohnt sich, dafür immer dieselbe Zeit zu wählen, etwa gleich nach dem Abendessen.
Ein Korb für alles, was keinen Platz hat
Manche Dinge haben keinen festen Platz, und gerade sie bleiben am häufigsten liegen. Für diese Fälle steht ein Korb neben dem Tisch oder ein Tablett auf dem Regal. Alles, was sich nicht sofort einordnen lässt, wird dort gesammelt, statt auf der Tischplatte zu bleiben. Einmal pro Woche wird der Korb geleert und jedes Stück an seinen richtigen Ort gebracht. So bleibt nichts liegen, und nichts geht verloren.
Es hilft, den Tisch grundsätzlich nur mit wenigen Dingen zu belegen. Eine Schale, eine Pflanze oder eine Kerze genügen als Schmuck. Je weniger auf dem Tisch steht, desto schneller ist er abends wieder frei. Das gilt auch für die Fernbedienungen, die einen eigenen Platz in einer Schale bekommen. Dieselbe Schale kann Untersetzer und Stifte aufnehmen.
Der Grundsatz lautet: Wer zuletzt aufsteht, nimmt mit, was auf dem Tisch liegt. Kinder können dabei früh mithelfen, indem sie ihre Bücher und Spiele wegräumen. Wichtig ist, dass alle im Haushalt dieselbe Regel kennen und sie ohne Vorwurf befolgen. So bleibt die Aufgabe leicht und wird nicht zum Streitpunkt. Wer einmal vergessen hat, räumt am nächsten Abend eben ein bisschen mehr weg.
Am Morgen wartet dann ein freier Tisch, an dem man in Ruhe frühstücken oder arbeiten kann. Auch das Putzen fällt leichter, weil keine Gegenstände mehr im Weg sind. Der Raum wirkt aufgeräumt, obwohl nicht viel dafür getan wurde. Gäste, die spontan vorbeikommen, finden sofort einen Platz für ihre Tassen. Diese kleine Gewohnheit lohnt sich jeden Tag aufs Neue.