In einer Einzimmerwohnung muss ein einziger Raum alles leisten. Man schläft, isst, arbeitet und empfängt Besuch, und die Dinge dafür liegen alle im selben Blickfeld. Ohne klare Ordnung vermischen sich die Bereiche schnell, und der Raum wirkt unruhig. Die Ordnung muss deshalb im Raum selbst entstehen, denn Türen gibt es keine. Feste Zonen für jede Tätigkeit schaffen hier Abhilfe.
Zuerst überlegt man, welche Tätigkeiten im Alltag wirklich vorkommen. Meist sind es ein Schlafbereich, eine Sitzecke, ein Tisch zum Essen und Arbeiten sowie eine Ecke für Aufbewahrung. Jeder Bereich bekommt seinen Platz im Raum und wird möglichst nicht verändert. Was in eine Zone gehört, bleibt auch dort, statt sich in der ganzen Wohnung zu verteilen.
Trennen ohne Wände
Wände lassen sich durch Möbel ersetzen. Ein niedriges Regal, ein Vorhang oder ein Teppich zeigen deutlich, wo ein Bereich endet und der nächste beginnt. Auch unterschiedliches Licht kann helfen, etwa eine Lampe über dem Tisch und eine sanftere neben dem Bett. So entsteht das Gefühl von mehreren Räumen, obwohl es nur einer ist. Wichtig ist, dass die Trennung niedrig genug bleibt, damit der Raum offen wirkt.
Jede Zone hat ihre eigenen Dinge, und das gilt besonders für Dinge, die man täglich in die Hand nimmt. Die Unterlagen für die Arbeit gehören zum Tisch und werden abends in eine Kiste gelegt. Die Kleidung bleibt im Kasten beim Bett, und die Bücher stehen nahe der Sitzecke. Wenn ein Gegenstand einmal in der falschen Zone landet, wird er am Abend zurückgebracht.
Das Bett verdient besondere Aufmerksamkeit, weil es den meisten Platz einnimmt. Am Morgen wird es gemacht und mit einer Decke oder einem Überwurf abgedeckt. Die Polster kommen auf einen festen Platz, damit das Bett tagsüber wie eine Sitzgelegenheit wirkt. Das nimmt dem Schlafbereich den Charakter eines unordentlichen Lagers. Tagsüber gibt das Bett so den Raum für andere Tätigkeiten frei.
Klare Zonen machen den Raum überschaubar und ruhig. Man weiß, wo man arbeitet, wo man sich erholt und wo man schläft, und der Kopf kann leichter zur Ruhe kommen. Auch das Aufräumen geht schneller, weil jeder Gegenstand einen bekannten Platz hat. Ein kleiner Kasten am Fußende nimmt Decken auf, die sonst herumliegen. Eine kleine Wohnung wirkt so nicht eng, sondern gut durchdacht.